Tannenbaum.
Ein weitverbreiteter Spielspass in Neuseeland sind “grow your own …”-Pakete (grob uebersetzt: zuechte dir dein/e/en eigenes/e/en was auch immer).
Ich habe es schon oefters in diversen Ging-Gang-Laeden gesehen aber nie gekauft. Auf einer Expo dann habe ich einen Tannenbaum geschenkt bekommen. Und dann musste ich mir das ganze mal genauer angesehen. Also bin ich gleich nach Hause und habe dort genauste, wissenschaftliche Beobachtungen angstellt, die ich an dieser Stelle mit der Oeffentlichkeit teilen moechte:
Der Inhalt:
2 Tannenbaumhaelften aus Pappe
eine Plastikschale und
ein Beutelchen mit Zauberwasser

Der Versuchsaufbau:
man fuegt die beinen Tannenbaumhaelften zusammen,
motiert das Gebilde auf den Sockel in der Schale und
leert den Inhalt des Beutelchens (Zauberwasser) in die Schale

Dann wartet man ca 12h (zzzZZ)
Das Ergebnis:
wie aus Zauberhand entstanden: ein knallbunter, plueschiger Tannenbaum!

Fazit: das kann nur Hexerei!!! sein
...ja, genau diese Dinge haben wir am Wochenende hier in Neuseeland erstanden und zwar nicht bei einem eingewanderten Baecker oder Metzger sondern in einer Supermarktkette namens Moore Wilson (naja mit 4 Niederlassungen fast schon ubertrieben es Kette zu nennen).
Grundsaetzlich gedacht ist der Laden fuer die commerzielle Zielgruppe. Somit gibt es hier alles, was man so braucht, wenn man ein Cafe, einen Imbiss oder auch ein Restaurant fuehrt. So gibt es 5-10 Kilo Saecke Zucker, Mehl und Reis und auch die Packungen Fettuchini wiegt 5 Kilo :). Dazu noch der 5 Liter Kanister Ketchup und ein 10 Kilo Stueck Rind.
Aber es gibt auch viele leckere Sachen in kleine Portionen. Neben der erwaehnten Bratwurst und dem Brot – was beides sehr gut geschmeckt hat, haben wir auch leckeren Kaese gefunden. Wir hatten seit Monaten mal wieder Mozzerella mit Tomaten und frischem Basilikum, hmmmm. Der Mozzi ist mit 8.50 Dollar nicht gerade guenstig, aber immer noch 3 Dollar billiger als im “normalen” Supermarkt. Der Mozzi wird uebrigends hier in Paraparaumu hergestellt, gleich ums Eck bei uns :)
Ausserdem hat der Laden eine Spirituosenabteilung in der man stundenlang verweilen kann. Wir haben erstmal 2 Flaschen franzoesichen Rotwein mitgenommen, um mal wieder “reinen” Wein zu schmecken und nicht den gemixten aus Neuseeland.
Natuerlich kann man den Wein auch kistenweise mitnehmen, aber ohne Keller wird das Lagern dann doch zum Problem ;)
Fazit: Ein wunderbarer Laden, in dem wir von jetzt ab wohl oefters einkaufen werden.
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So, endlich sind wir soweit: wir koennen Gaeste empfangen. Wenn zwar noch nicht zum Uebernachten, dann aber zum Essen oder auf ein Glas…Bier (Weinglaeser sind noch auf dem Ozean) – wir haben naemlich heute unsere sogenannte “dining suite” geliefert bekommen. Und ich finde sie soooo toll, dass ich sie hier praesentieren moechte.
Passt zwar noch nicht ganz ins Haus, weil recht gross, aber es ist nicht moeglich einen kleinen Tisch zu bekommen der auch ansehnlich ist. Man merkt, dass die Neuseelaender eher groessere Wohnflaechen haben :) .
Aber hier nun unsere neuste Errungenschaft:

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bevor ich mit der letzten Etappe unserer kurzen Rundreise auf der Nordinsel weiter mache, habe ich mir gedacht, mal ein paar genrelle Dinge aufzuschreiben, die uns hier in Neuseeland so aufgefallen sind bzw. einige generelle Informationsschnipzel preiszugeben. Einige hat Lenz ja breits in seinem Blog beschrieben und einige habe ich dem einen oder andern auch schon per Email, Telefon oder andere Kommunikationsmittel mitgeteilt, aber ich moechte einige Dinge dennoch hier gebuendelt festhalten:
1. Alle Weinliebhaber jetzt Augen zuhalten: Wein wird hier in der Regel mit Schraubverschluss in die Flasche gesperrt. Ist angenehm beim Aufmachen, aber man hat auch immer das Gefuehl, man hat es mit einem doch recht preiswerten Wein zu tun. Aber dem ist nicht so. Der Schraubverschluss sagt nichts ueber die Preiskalsse des Weins aus. Zudem moegen die Neusslaender das “Blending”. Und ich rede hier nicht von Whiskey, nein, immer noch vom Wein. So werden hier gerne die Weinsorten Cabernet und Merlot in ein und die selbe Flasche gefuellt. Aber auch andere Kombinationen sind denkbar. Aber den Wein, den wir bs jetzt getrunken haben (viel war’s noch nicht), war gut vertraeglich.
2. so Weinliebhaber, Augen wieder auf…wenn wir beim Trinken und somit auch beim Essen sind. In einem ueblichen Cafe, Schnellrestaurant und aehnlichen Einrichtungen gibt es das Prinzip “Bestellen und Zahlen an der Theke”. Man bestellt und bezahlt gleich. Dann bekommt man eine Nummer, die man sich auf den Tisch stellt und dann kommt hoffentlich recht zuegig Essen und Trinken. Der Vorteil ist, dass man nach dem Essen gleich gehen kann. Kein langens Warten und Hoffen darauf, dass die gelangweilte Bedienung sich doch mal erdreisst in die Richtung zu gucken in der man sitzt und seid 10 Minuten krampfhaft versucht mit peinlichen Gesten ihre Aufmerksamkeit zu erlangen… Nur die “richtigen” Restausrants haben dieses Prinzip nicht. Da gibt es dann wirklich Menuekarten, Kellner etc. Wobei man auch bei diesen Restaurants dann eher beim Verlassen am Ausgang zahlt, als auf die Bedienung zu warten.
3. Ich hatte in 2. Cafes erwaehnt und werde kurz auf das gleichnamige Heissgetraenk eingehen: wir haben ja befuerchtet, dass der Kaffee hier ungefaehr genauso ungeniessbar sein wird, wie in Amerika. Viele kennen die Geschichten vom Kaffee, den man fruehs kocht und der dann den ganzen Tag auf der Maschine steht und man muss mindestens 20 Tassen am Tag trinken, um den Koffeinlevel eines durchschnittlichen Europaeers (ich rede nicht von Teckis :) ) zu erreichen….aber nicht in Neusseeland. Ich kann allen Kaffeeliebhabern diese Sorge nehmen. Es gibt Kaffee in allen Variationen und guten noch dazu. In jedem Cafe steht eine richtige, grosse Kaffemaschine, die nicht nur short blacks (Espresso) und long blacks (groesser Espresso mit etwas mehr Wasser), sondern auch cappuccio, macchiato und so weiter machen kann. Zwar braucht der Neuseelaender ca 1.5 Mal mehr Zeit, die Dinge zuzubreiten als ein entsprechend gelernter Deutscher/ Oesterreicher, aber man hat hier halt noch Zeit :). Wenn man keinen Kaffee moechte, hat man auch die Moeglichkeit auf heisse Schocki oder auf eine von dutzenden Teesorten zurueckzugreifen….
4. ... zudem steht der Neusseelaender auf Suesses und in jedem Cafe gibt es immer eine mehr oder weniger grosse Auswahl an Kuchen, Muffins, Keksen und anderen Leckerein “mmmh”
5. Lenz hatte sich in seinem Blog schon ueber die Bauart von neuseelaendischen Haeusern ausgelassen. Ich wollte nur noch hinzufuegen, dass dies auch fuer Geschaefte, Cafes, Restaurants etc. gilt. Viele Shops haben an den Waenden kurz unter der Decke Gasbrenner haengen, die bei Bedarf einfach eingeschalten werden und dann den Verkaufsraum entsprechend heizen. Modernere Geschaefte haben nette elektrische Belueftungssysteme installiert, die meist einer Air Condition aehneln…also ein weisser Plastikkasten aus dem warme oder kalte Luft kommt, je nachdem welche Jahreszeit.
6. Kommen wir zu dem Oeffnungszeiten und der wichtigsten Bemerkung: Es gibt kein Ladenschlussgesetz (ausser fuer Alkehol vielleicht)!!! Aber dennoch sind die Oeffnungszeiten recht gewoehnungsbeduerftig. In der Regel haben alle Geschaefte Montags bis Freitags von 9 – 17.30 geoeffnet. Ausnahmen sind die Supermaerkte, die irgendwann zwischen 20.00 Uhr und gar nicht schliessen. Unser Supermarkt, in den wir immer gehen, hat bis Abends um 23.00 Uhr geoeffnet und das jeden Tag! Auch am Wochenende und Feiertag.
Dann gibt es meistens einen Tag in der Woche (Donnerstag oder meistens Freitag) wo viele laenger auf haben (wie bei uns frueher “langer Donnerstag”).
Und dann haben die meisten Geschaeefte auch am Wochenende offen – d.h. Samstag und Sonntag. Aber dann meistens nur bis 16.30 oder, je nach Groesse der Stadt, auch weniger lang.
Auch an Feiertagen haben vor allem die Geschaefte auf, die zu irgend welchen Ketten gehoeren, Elektrofachgeschaefte, Kaufhaeuser, Supermaerkte etc..
7. Benzinpreise…die koennten auch den einen oder anderen interessieren. Es gibt normales Benzin, Super Benzin, Diesel und an erstaunlich vielen Tankstellen auch LPG (Fluessiggas). Der Liter Normal kostet derzeit 1.52 (umgerechnet ca. 0.87 Euro). Diesel kostet 1.02 (ca. 0.58 Euro). Was das Gas kostet, weiss ich leider nicht mehr. Aber es war definitiv eine 0 vorm Komma :)
8. und hier etwas aus der Kategorie “hier stimmt was nicht, aber was ist es nur?” ... man merkt es nicht sofort, aber die Sonne wandert anders herum!!! Sie geht zwar im Osten auf und im Westen unter, aber sie ist gegen Mittag nicht im Sueden sondern um Norden. Unter http://www.gaisma.com/en/location/wellington.html findet man den Beweis. Also, wenn euch jemand ein Grundstueck mit hervoragender, suedlicher Hanglage andrehen moechte – Finger weg, wenn ihr es hell moegt :)
9. and last but not least: es gibt supertolle Schuhgeschaefte :)
So, dass war’s erstmal. Aber es wird wahrscheinlich in Zukunft noch den einen oder anderen aehnlichen Eintrag mit weiteren Beobachtungen geben. So viel wie’s hier zu entdecken gibt :)
so und jetzt kann es dann bald losgehen.
Heute haben wir das “Approval” unserer Working Holiday Scheme Visa Anmeldungen erhalten, nachdem wir diese erst gestern abend angemeldet haben… nach mehrfachem Lesen der Emails und den Beschreibungen auf der immigration.govt.nz-Seite, scheint es doch nun tatsächlich so, dass wir am 6 bzw. 7 Mai diesen Jahres – also beim Eintreffen in NZ – ein Jahresvisa ausgestellt bekommen mt dem wir auch arbeiten dürfen, ohne medizinische Untersuchung oder Polizeizeugnis.
Lediglich eine bestimmte Geldsumme müssen wir vorweisen können und eine entsprechende Krankenversicherung haben…aber das bekommen wir auch noch hin bis dahin :-)
Die Vorfreude steigt…mehr wenn ich weniger müde bin…